Natty Beta 1 + Unity – 2. Tag

Ich kann froh berichten, dass ich noch keine Fehlermeldung hatte, selbst bei den Updates nicht wie zuvor bei der Alpha 3. Selbst wenn, wären diese ja auch noch akteptabel, da, wie auch schon in den Kommentaren zum vorhergehenden Artikel bereits gesagt wurde, es sich ja noch um eine Beta handelt.

Wie ich erfahren habe, scheinen KDE-User das Suchen ihrer Programme gewohnt zu sein, sprich für diese wird dies möglicherweise (?) keine komplette Umgewöhung.

Mit dem Verschieben der Icons im Launcher habe ich nicht so große Probleme, ähnelt Windoof 7. Allerdings zeigt er sich wirklich manchmal leider noch störrisch…
Ich bin z.B. im Firefox. Nun öffne ich den Launcher und klicke auf ein Icon. Plötzlich ragiert Firefox 4 auf meinen Click und bewegt sich zu einem Link der sich dierekt an der Stelle des Launcher Icons befindet. Dies sollte unbedingt noch ausgebessert werden.

Ob man mit der Bedienbarkeit in die gleiche Falle wie Vista läuft… bleibt abzuwarten. Ich finde es ist noch nicht gänzlich alles verloren, allerdings könnte dies mit einem Tritt in die falsche Richtung schnell passieren.

Meine Befürchtung ist, dass sich die Community zurecht im Vorfeld beschwert, aber am Ende benutzen sie es doch alle fleißig weiter.

Aufgeregt

Was mich wirklich aufregt, ist, dass Canonical unbedingt Unity durchprügeln muss. Momentan besteht ja noch die Möglichkeit, den ‚Classic‘-Desktop, sprich GNOME, zu benutzen. Ab Ubuntu 11.10 fliegt aber auch GNOME aus dem Boot. Als ich dies zuerst gelesen habe (ja die Information ist nicht soo neu), wusste ich nicht was ich davon halten sollte.
Ubuntu war einmal DAS Betriebssystem der Wahl wenn es um Bedienbarkeit und Benutzerfreundlichkeit ging, nicht zuletzt wegen dem GNOME-Desktop. GNOME hat sich beständig gehalten und war immer relativ zuverlässig (benutze Ubuntu seit ca. 2 Jahren, ein Blick in die älteren Versionen macht dies aber deutlich). Und nun? Nun brauch man GNOME anscheinen nicht mehr.

Canonical handelt genauso wie Apple mit seinem QuickTime. So wir sind groß, wir haben eine große Community und viele zufriedene Benutzer. Jetzt können die uns egal sein und wir können nun endlich unser eigenes Ding durchziehen. Es wird immer blöde geben die unser Produkt und unsere Dienstleistungen weiterhin beanspruchen werden. (Natürlich sehr salopp formuliert aber ihr wisst was ich meine)

Ich möchte nur daran erinnern, dass sich Apple mit diesem denken und handeln viele Feinde gemacht hat, teilweise auch unter denen die Apple ursprünglich befürworteten.

Canonical sollte sich daran erinnern woher sie kommen und das die Community früher einmal sehr wichtig war. Sie sollten einfach wieder mehr auf die Community hören, dann hätte man auch nicht diese ausschweifenden Diskussionen über Unity.

    • burli
    • 5. April 2011

    Und ich möchte nur daran erinnern, dass Unity immer noch auf Gnome basiert und dass Canonical nichts dafür kann, dass die klassischen Gnome Panels nicht mehr weiterentwickelt werden.

    hätten die Gnome Entwickler nicht so einen radikalen Schnitt gemacht könnte es durchaus sein, dass es Unity, wie ursprünglich geplant, wirklich nur für Netbooks geben würde.

    Canonical hatte wohl drei Optionen:
    Gnome 3 zu übernehmen

    • burli
    • 5. April 2011

    Hups, falsche Taste erwischt. Also nochmal

    1. Gnome 3 zu übernehmen
    2. Gnome 2 selbst weiter zu entwickeln
    3. Etwas eigenes entwickeln

    Auf Gnome 3 hatte Canonical anscheinend keine Lust, da es für Netbooks nur wenig geeeignet ist und weil die Änderung im Bedienkonzept zu radikal ist.

    Hätten sie Gnome 2 beibehalten und vielleicht auf GTK3 portiert stünde Canonical in 2-3 Jahren vielleicht ziemlich alleine und mit einem altbackenen Desktop da, während alle anderen mit moderneren Desktops davon ziehen. Außerdem lässt sich mit Gnome 2 das Ziel, Ubuntu auf Netbooks oder sogar Tablets zu bringen, genauso schlecht realisieren wie mit Gnome 3.

    Bleibt also nur 3. Frei nach dem Motto „Wenn du willst, dass etwas deinen Vorstellungen entspricht, mach es selbst“

    • Trotzdem stellt die Neuentwicklung von etwas eigenem auch eine große Umstellung dar.

      Die meisten Bedenken an Unity werden daran geäußert, dass Unity rechtzeitig zum Release fertig wird –> siehe Beta 2 statt RC.

      • Shimapan
      • 5. April 2011

      Du hast die vierte und sicherlich beste Alternative für Canonical vergessen:

      4. Gnome in den Papierkorb werfen und zu Kde als Standard wechseln

      Ubuntu -> Kde 4.6
      Gubuntu -> Gnome (2/3/Unity/was-auch-immer)

      Bei diesem ganzen Wirbel um das Gnome Unity kann man das ganze bald unter „Gnome schafft sich ab“ einsortieren😀

        • Paradiesstaub
        • 5. April 2011

        Mark Shuttleworth hat zuvor schon klar gestellt, dass er nicht vorhabe die feuchten Träume der KDE’ler wahr werden zu lassen.

        Was ich anstelle eines Umstiegs auf KDE für wesentlich wahrscheinlicher halte ist, mittelfristig ein Umstieg auf Qt (falls Canonical eine Eiszeit mit Gnome durchleben sollte).

        Netbook Variante → Einführung von Unity
        Unity2D → Einführung von Qt???

    • Silmaril
    • 5. April 2011

    „Wie ich erfahren habe, scheinen KDE-User das Suchen ihrer Programme gewohnt zu sein, sprich für diese wird dies möglicherweise (?) keine komplette Umgewöhung.“

    So, so, das hast du also erfahren. Darf man wissen woher? Denn wenn du schon so verallgemeinerst, dann muss die Quelle ja echt der Oberhammer sein…

    Im Ernst, seit ich von Gnome auf KDE4 umgestiegen bin, habe ich kein einziges Programm, das ich wenigstens 4mal die Woche benutzte, mehr „gesucht“. Einfach krunner mit den paar ersten Buchstaben des Programmnamens oder der Beschreibung füttern und Enter drücken. Und die Erkennungsgenauigkeit von Krunner ist echt beeindruckend, auch wenn er sogar noch viel mehr finden/öffnen kann.

    Also das nächste mal ein bisschen Vorsicht bei solchen Behauptungen. Ich behaupte ja auch nicht, dass Gnome-User nichts einstellen und konfigurieren können, ohne in die GConf gehen zu müssen, obwohl deutlich näher an der Wahrheit dran wäre.

      • Martin
      • 5. April 2011

      Da hast du etwas falsch verstanden. Mit „suchen“ meint der Author doch gerade das Eingeben eines Programmnamens in einen Schnellstarter ähnlich wie Krunner. Dies ist in Unity neben dem Launcher nun auch eine Standardmethode zum auffinden und Starten von Programmen.
      Die Quelle war im Übrigen ein KDE-Nutzer aus dem vorangegangenen Blogeintrag zu Unity und Natty.

      • Vielen Dank dass du das klärst, scheinen einige Leute nicht verstehen zu wollen

        • Silmaril
        • 6. April 2011

        Dann wäre der Satz ja gerade falsch. Warum sollte sich dann ein KDE-User umgewöhnen müssen? Überhaupt muss man gerade nicht suchen, wenn man einfach ein paar Buchstaben in krunner eintippt. Dass der Satz revidiert wurde, war richtig. Danke.

      • Shimapan
      • 5. April 2011

      Ja, diese sonderbare Quelle würde ich auch mal gerne sehen.
      Statt Krunner kann man auch das Lancelot-Menü nehmen, das eine integrierte Suchleiste hat.

      Überhaupt – wieso sollten sich Kubuntu-Benutzer umgewöhnen müssen, wenn sie von vornherein kein Gnome benutzen?

    • Frank
    • 5. April 2011

    Ich benutze Ubuntu seit Sommer 2006 und fühlte mich bisher damit sehr wohl. Ich mochte GNOME wegen seiner einfachen Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit. Vor zwei Jahren kaufte ich mir ein Netbook und versuchte mich an der Netbook Edition, die dann auch irgendwann mit der Unity-Oberfläche kam (oder hieß die Variante schon immer Unity? Ich weiß es nicht mehr …). Fand ich schon immer grauenhaft und benutzte selbst auf dem 10″ Netbook lieber die normale Desktop-Oberfläche. Als dann die Ankündigung von Canonical kam, dass Ubuntu in Zukunft statt GNOME 3 zu benutzern, lieber Unity aufpeppt und auf den Desktop bringt, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mir eine neue Distribution zu suchen.
    Mittlerweile habe ich mich für Kubuntu entschieden. Ich hatte schon immer ein Auge auf KDE4 geworfen, aber an den bisherigen Versionen gab es immer irgendwas größeres auszusetzen, zumindest für mich. Jetz passt es und ich fühle mich nach kurzer Eingewöhnungszeit pudelwohl.

    • Frank :
      [..] mir eine neue Distribution zu suchen.
      Mittlerweile habe ich mich für Kubuntu entschieden.

      Lass mich raten:

      Du gehörst zu den Menschen, die Ubuntu löschen und Kubuntu neu installieren?

        • gast
        • 5. April 2011

        Sehr witzig!

        • JumpLink
        • 5. April 2011

        Wieso auch nicht? Das Metapaket für Kubuntu installieren und dann haufenweise gemischte Gtk und qt Anwendungen haben? Ist doch auch Arbeit dann erst einmal aufzuräumen.

        • flows
        • 5. April 2011

        Hab mich auch jedes mal geärgert als ich das Metapaket installiert habe. Und so viel Aufwand ist eine Neuinstallation mit Ubuntu wirklich nicht (hängt nur davon ab, wie viel Drittanbietersoftware man hat)

    • Hast du eigentlich eine Ahnung von Gnome3?

    • Paradiesstaub
    • 5. April 2011

    Gnome 2.x ist tot.

    Canonical hatte intern die Wahl zwischen Gnome Shell und Unity. Da Gnome Shell derzeit auf mich nicht wirklich massentauglich wirkt (im Gegensatz zu Unity), halte ich die Entscheidung von Canonical für korrekt.

    PS
    An all jene die jetzt laut schreien sie wechseln die Distribution:
    In ein paar Jahren holt euch der 3D Desktop eh ein, egal wo.

      • thomas
      • 5. April 2011

      Paradiesstaub :

      In ein paar Jahren holt euch der 3D Desktop eh ein, egal wo.

      lesen wir dann auch 3d bücher?

    • Jens
    • 5. April 2011

    Silmaril :

    „Wie ich erfahren habe, scheinen KDE-User das Suchen ihrer Programme gewohnt zu sein, sprich für diese wird dies möglicherweise (?) keine komplette Umgewöhung.“
    So, so, das hast du also erfahren. Darf man wissen woher? Denn wenn du schon so verallgemeinerst, dann muss die Quelle ja echt der Oberhammer sein…
    Im Ernst, seit ich von Gnome auf KDE4 umgestiegen bin, habe ich kein einziges Programm, das ich wenigstens 4mal die Woche benutzte, mehr „gesucht“. Einfach krunner mit den paar ersten Buchstaben des Programmnamens oder der Beschreibung füttern und Enter drücken.

    Ist doch suchen ich denke mal so ist es jedenfalls gemeint🙂 anstatt in Menüs die Programme durchzugehen oder?

    • Ja genau so wars gemeint😀

        • mgraesslin
        • 5. April 2011

        dann sollte man das im Post aber auch so schreiben. Ich habe das auch falsch verstanden und wollte auf KRunner hinweisen. Und mit „suchen“ hat das nichts zu tun, wenn dann mit „finden“

    • Markus
    • 5. April 2011

    burli :
    die klassischen Gnome Panels nicht mehr weiterentwickelt werden.

    Klar wird das weiter entwickelt. Der klassische Modus ist weiterhin Teil von GNOME 3 und steht als GHOME-Shell-Alternative zur Verfügung.

  1. Wem Unity nicht gefällt der kann sich doch ganz einfach Gnome3 installieren. Das ist ja jetzt wirklich kein Hexenwerk.

    Es soll ja auch nicht sehr schwer sein ein Ubuntu mit Gnome 3 zu paketieren und solche Iso’s der Community zur Verfügung zu stellen. Ist glaube ich nur eine Frage der Zeit bis das passiert.
    Vielleicht gibt es dann Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu und Gubuntu – wer weiß;).

    Ich emfpinde Unity als einen mutigen Schritt von Canonical. Vor allem die innovativen Bedienkonzepte sehen schon jetzt sehr interessant aus. Canonical versucht ja seit längerem die Bedienung von grafischen Oberflächen zu revolutionieren. Vielleicht profitieren gar Gnome3 und Unity voneinander.

    Unity habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert und Gnome3 war vor einem halben Jahr das letzte mal auf meinem Rechner.
    Ich werde mir beide Desktop Umgebungen anschauen und dann eine Entscheidung treffen. HF^^

    • JumpLink
    • 5. April 2011

    Mal Ehrlich, wie viele Nutzer hat Ubuntu zur Zeit? Die Zahl ist nicht genau sicher, aber taucht meistens noch nicht namentlich in nennenswerten Statistiken auf.

    Wer sind die momentanen Nutzer? Meistens Leute die technisch interessiert sind und kein großes Problem damit hätten Gnome nach zu installieren oder eine andere Distri zu installieren (wird bestimmt noch ein angepasstes Ubuntu mit Gnome geben oder etwas ähnliches).

    Die anderen momentanen Nutzer sind vermutlich Leute die von einem bekannten Ubuntu installiert bekommen haben, der Bekannte könnte ihnen also auch weiterhin ihr gewohntes Ubuntu einrichten.

    Viele werden aber nicht gezwungen sich umgewöhnen.

    Wer sind die zukünftigen Nutzer? Leute die überzeugt werden konnten. Wie überzeugt man normale einfache Nutzer die zwischen Windows7, Mac OS X und einer Linuxdistri stehen? Gar nicht, man dreht ihnen meistens etwas an, entweder beim Verkauf oder durch Werbung.

    Also müssen vor allem Gerätehersteller überzeugt werden und diese wollen mit einer modernen Oberfläche prahlen können.

    Letztens hat mich ein Mädchen an gesprochen welches gerade einen neuen Laptop bekommen hat und vorher ein Macbook hatte. Sie meinte zu mir, dass Mac ja schon schöner aussehe als Windows, später konnte ich sie von Unity überzeugen. Ich weiß nicht ob ich das auch mit Gnome2 geschafft hätte. (Ich hoffe nur ihre Natty-beta macht nicht zu viele Probs, sonst wird sie einen schlechten Ersteindruck haben).

    Wenn Ubuntu viele neue Nutzer anlocken kann, dann z.B. auch junge potenzielle neue Entwickler usw. , demnach freue ich mich über die professionelle Vorgehensweise von Canonical. Ob ich selbst bei Unity bleiben werde weiß ich noch nicht, aber für Neulinge finde ich sie gut geeignet.

    • bleistift
    • 5. April 2011

    Da Gnome Shell derzeit auf mich nicht wirklich massentauglich wirkt (im Gegensatz zu Unity), halte ich die Entscheidung von Canonical für korrekt.

    Im Gegenteil, Gnome Shell wirkt auf mich deutlich tauglicher, stabiler und fertiger als Unity. Gnome 3.0 erscheint übrigens morgen.

    • anonym
    • 5. April 2011

    „Wie ich erfahren habe, scheinen KDE-User das Suchen ihrer Programme gewohnt zu sein, sprich für diese wird dies möglicherweise (?) keine komplette Umgewöhung.“

    Ich suche auch unter Gnome meine Programme mit GnomeDo.
    Panels oder Docs gibt es bei mir schon seit über einem Jahr nicht mehr. Nur noch GnomeDo und das Terminal (jeweils als Shortcut).

    Und die Zahl an entsprechenden Tools wächst dauernd.
    Ich nenn jetzt nur mal GnomeDo, Kupfer, Launchy und Synapse als die bekanntesten Vertreter.

  2. Scheint ein sehr heikles Thema zu sein, wenn man die Vehemenz einiger Kommentare so liest. Mir ist nur eins eingefallen: LINUX (!) ist ein Betriebssystem, das hochkonfigurierbar ist. Also wo liegt das Problem? Wenn es euch nicht passt, dann ändert das Design eben. Es gibt doch mittlerweile so viele Nutzer, dass die Schnittmenge an gleichen Geschmäckern hoch ist und irgendwer ständig was optimiert (wenn man es nicht selber ist/jeder nach seinem Gusto). Vor nicht allzu langer Zeit die große Aufregung über Fensterleisten links/rechts, und was ist nun? Irgendwo ne Option mehr reingepackt, und schon war die ganze Sache wählbar und gegessen. So wirds auch mit Unity und jeder anderen Neuerung sein. Mir persönlich ist es viel zu stressig, mich über so Kleinigkeiten aufzuregen, dann regt mich eher die künstliche Aufregung über solche Nichtigkeiten auf.

    • Dann regst du dich im Endeffekt doch drüber auf😀

    • Markus
    • 5. April 2011

    Eine Zwischenfrage: Linux Mint 11 Katya wird auf Ubuntu 11.04 basieren. Laut diesem Artikel http://blog.linuxmint.com/?p=1665 (Punkt4) wird es zwar mit Gnome 3 ausgeliefert werden aber ohne Gnome Shell. Zitat“ We’re going for Gnome 3 using a traditional desktop layout (no Gnome Shell)“ Zitatende.
    Jetzt meine Frage: Wie könnte man Ubuntu mit Gnome 3 ohne shell installieren?

    • Da muss ich an die GNOME-Experten passen.

    • Natty gibt sich zur Zeit als Gnoem 2.32.1 aus also nicht als Gnome 3.

      Das bedeutet, das man die ganze Desktopumgebung von Gnome 3 nachinstallieren müsste. Das wäre meiner Meinung nach zu aufwendig und Fehleranfällig.

      Ich würde daher bis Ubuntu 11.10 warten denn da sollte dann Gnome 3 tatsächlich dabei sein. Anscheinend sind sowieso die meisten Programme noch auf Basis von Gnome 2 und deswegen gibt es einige Inkonsistensen in den Programmen und Themes.

      Fazit: Abwarten😉

    • Markus
    • 5. April 2011

    bleistift :

    Da Gnome Shell derzeit auf mich nicht wirklich massentauglich wirkt (im Gegensatz zu Unity), halte ich die Entscheidung von Canonical für korrekt.

    Im Gegenteil, Gnome Shell wirkt auf mich deutlich tauglicher, stabiler und fertiger als Unity. Gnome 3.0 erscheint übrigens morgen.

    Beide Oberflächen haben den gewaltigen konzeptionellen Nachteil, dass sie als Plugins für einen bestimmten Fenstermanager programmiert sind. Man kriegt z.B. kein GS mit Compiz und (von 10.10 abgesehen) gibt es auch kein Unity mit Mutter.
    Auf der einen Seite ist Compiz ausgereifter als Mutter, was ja nun wirklich kein Wunderwerk ist, sondern Compiz gibt es einfach viel länger. Auf der anderen Seite ist Shell länger in Entwicklung als der Rewrite von Unity für Compiz und dem Nux-Toolkit. Deswegen glaube ich gern, dass GS (ohne den Fenstermanager in Betracht zu ziehen) aktuell ausgereifter als Unity ist.

    Noch ist Mutter kaum bei der breiten Öffentlichkeit im Einsatz, weshalb es durchaus sein kann, dass Compiz zumindest zu Beginn die Nase vorn bei Stabilität und Performance hat.
    Sobald Mutter aber durch GNOME 3 bei all den zig Millionen Fedora-, Red-Hat-, Debian- und (open)SUSE-Nutzern auf die Platte kommt, prasseln auch Bug Reports ein und insb. die Distributoren mit kommerziellem Interesse werden diese fixen.
    Dadurch, dass man weder bei GNOME allgemein, noch Mutter im Speziellen sein Copyright an eine Firma abtreten muss, werden Bugfixes von allen Seiten bei GNOME eingereicht werden, wohingegen Canonical derzeit noch auf die künstliche Copyright-Hürde besteht.
    Wenn Canonical weiter so macht, ist es nur eine Frage der Zeit bis GNOME Shell + Mutter in allen Bereichen ausgereifter ist.

    • Markus
    • 5. April 2011

    Markus:

    Jetzt meine Frage: Wie könnte man Ubuntu mit Gnome 3 ohne shell installieren?

    Wenn Du GNOME-3-Pakete für Ubuntu auftreiben kannst, installierst Du das ganz einfach. Danach kannst Du ganz einfach im Control Center den Fall-Back-Modus aktivieren. IIRC ist das unter „Persönliche Einstellungen“ oder so. Danach haste die normale von GNOME 2.x bekannte Oberfläche.

    • Markus
    • 5. April 2011

    JumpLink :

    Mal Ehrlich, wie viele Nutzer hat Ubuntu zur Zeit?

    Canonical führt ja dummerweise keine übersichtliche Statistik-Seite wie Fedora oder openSUSE, weshalb man nur ab und an mal an Zahlen kommt, die ein Canonica-Mensch in einem Interview fallen lässt.
    Aktuellste Zahl, die mir bekannt ist, ist von letztem Jahr und da waren’s 12 Millionen Nutzer.

    • zaidira
    • 6. April 2011

    Meine Befürchtung ist, dass sich die Community zurecht im Vorfeld beschwert, aber am Ende benutzen sie es doch alle fleißig weiter.

    Also ich hab deswegen die Distribution gewechselt, nach dem bescheidenen Paketmanager, an dem nichts gemacht wird und, weil dauernd neue Versionen, anstelle von Rolling Releases, hab ich die Distribution gewechselt und bin jetzt stolzer Arch Linux Benutzer und bald auch mit Gnome 3.🙂

    • Marko
    • 6. April 2011

    Jammern auf höchsten, unverständlichsten OpenSource Niveau. So empfinde ich diesen Beitrag. Wechsel doch auf eine andere Distri oder geh zu Windows. Herrje.

    • Bayliner
    • 6. April 2011

    Hi,
    interessanter Artikel und nicht der erste aus dem Blog der aufschreit ob der derzeitigen Entwicklung von Natty !
    Ich will allerdings zu bedenken geben, dass
    a) es ja nur eine Alpha ist von der ersten Version mit Unity; wirklich interessant wirds doch erst bei der nächsten LTS Version
    und b) Gnome 3 anscheinend nicht mehr den Vorstellungen von Community und Cannoncial entsprechen mag;

    sprich eine Lösung muss her und wenn uns dieser Schritt nicht gefällt, dann bleiben doch zig Alternativen. OpenSuse, Debian etc. werden sicherlich nicht so einen Schritt wagen und den eingefleischten Gnome Anwendeer zufrieden stellen.

    oder
    c) bernutzt einfach Kubuntu xD Wie ich! Sieht besser aus, hat den selben Unterbau und hat kein Unity.
    Es lebe Qt!
    Trotzdem guter Artikel🙂
    mfG Bayliner

    • bostaurus
    • 6. April 2011

    Hallo, ich weiß nicht, was ich von der Debatte halten soll. Mir scheint der Gedanke verschiedener angebotener Desktops durchaus plausibel. Warum aus ästhetischen oder ablauforientierten Vorlieben eine Weltanschauung machen?

    Andererseits verstehe ich nicht wirklich, welche Probleme mit neuen Desktops gelöst werden sollen. Prinzipiell könnten es zwei Arten von Problemen sein: a) Vorhandene Programme kommen an Grenzen, können gesteigerte Anforderungen nicht mehr erfüllen. Was kann die Gnome-Shell oder Unity, was Gnome 2 nicht kann? b) Es gibt (vermutete) Bedürfnisse jetziger und künftiger Nutzer, z. Bsp. chices Aussehen, unmittelbaren Zugriff auf Programme …Welche dieser Bedürfnisse befriedigen Gnome Shell und Unity, welche befriedigt Gnome 2 nicht?
    Gibt es außer Vermutungen darüber mehr „harte“ Infos im Sinne von technischen Dokumentationen, Befragungen etc.?

    Viele Grüße, B.

    • nonkon
    • 6. April 2011

    Die negative Entwicklung einer sonst guten Idee ist seit Debian Lenny auch für Anfänger leicht zu verkraften, man steigt einfach um. Squeeze hat nochmals einige Ubunteros zu Debian getrieben, die meisten Umsteiger sind angepisst von dem kranken Releasegalopp Ubuntus, vielen Fehlern im System und einer Community die inzwischen hauptsächlich von Hurratüten bestimmt wird die selten wissen wie es wirklich läuft.

    Also was solls… lieber direkt auf die Mutter setzen: Tschüss Ubuntu, willkommen bei Debian!

    • Tobias
    • 7. April 2011

    Canonical ist eine wirtschaftende Firma, wieso sollten sie sich an die Community halten?

    Warum beschwert ihr euch? Wenn ihr kein Bock habt nutzt einfach etwas anderes.

    Man hat die freie Auswahl, gibt ja nicht nur Ubuntu.

    Aber das Apple-gebashe ist -wie so oft- unpassend und vor allem falsch wie man nur denken könnte.

    Apple hat einer der stärksten Zuwachsraten im IT Umfeld. Wäre es nicht schön wenn Linux auch so einen Boom hätte?
    Gruß

      • olla
      • 8. April 2011

      Keiner will starke Zuwachsraten bei Linux, weder Microsoft, noch die Linux Nutzer. So etwas zieht nur massig Amateure und Dilettanten an die dann über Community, Massenkompatibilität oder sonst etwas schwafeln. Ich bin mit nonkon einer Meinung. Vor ca. 4 Jahren war ich mal zu faul Slackware auf meinem Laptop aufzusetzen. Die Wlan Treiber waren holprig und Linux auf mobilen Geräten noch nicht so ganz ohne. Ubuntu hatte mir viel Arbeit gespart. Damals war es noch ein frisiertes Debian. Ich war begeistert. Mit jeder weiteren Version wurde es immer verfrickelter, von GUI-Dummheiten wie „Menü Buttons links“ will ich gar nicht anfangen.

      Wie Du sagst ist Canonical ist eine wirtschaftendes Unternehmen. Da vielen Kompetenten Leuten der Weg nicht passt wechseln sie die Distribution.
      Schau Dir doch mal an was die Leute heute im IRC, UUForum oder auf dem Planeten so labern. Viel Ahnung ist da nicht mehr vorhanden. Unity wird der Gemeinschaft nochmal einiges an kompetenten Usern abringen. Irgendwann wirst Du dann wieder zu Windows wechseln müssen oder einen Support Vertrag mit Canonical abschließen müssen weil keiner mehr da ist, der kostenlos Amateueren ihr OS erklärt.

    • nyom
    • 11. April 2011

    Hey Leute,

    ich finds ja ganz schön wie ihr euch hier über kde, gnome und naja unity zerreißt, aber ohne spass.
    So wenig wie in unity konnt ich noch nie in meinem ubuntu einstellen, ich liste mal kurz auf:

    – keine applets per rechtsklick in meine panels einfügbar
    – diese behämmerte vollkommen nutzlose seitenleiste könnte mit einem standard docklet gelöst werden, welches ich auch nachinstalliert habe… aber nein die seitenleiste is ja dank der möglichkeit, keine einstellung an unity vorzunehmen, nicht versenk noch entfernbar.
    – desweiteren ist der dateibrowser vollkommener bullshit (und ja ich benutze mittlerweile nautilus wieder, aber hey: der vollidioten dateibrowser is ja nicht mal aus der seitenleiste entfernbar)
    – warum kann ich keine expose funktion geschweige denn desktoprausscrollzoom-funktion auf irgendwelche hotkeys legen, bzw. warum sind die standard hotkeys von compiz nicht integriert (nebenbei wer nennt einen fenstermanager bitte „mutter“…. sucht da ma was bei google….)
    – dieser tolle applikation knopf oben links in der ecke ist das nutzloseste langsamste und dümmste was ich je in einem ubuntu gesehen hab. Hint an die entwickler: ich will ein programm öffnen, nicht: ich will zuschauen wie meine panelleiste transparent wird 2 sekunde später ein fenster aufgeht welches mir kategorien für programme anzeigt, dann die kategorie auswählen und dann erst das programm anklicken was ich öffnen will
    – desweiteren… ich will nicht wenn ich 1 datei bzw. 1 programm öffne das automatisch mein kompletter dateibrowser sich schließt.
    – achso und was noch ist. ich will keine für 1024 optimierte webseiten nicht richtig sehen können weil diese nutzlose seitenleiste existiert.

    So sry wenn das jetzt n bissel viel abgekotze war, aber ich bin wirklich enttäuscht, ich arbeite mit dem system auf meinem netbook nun schon seit knapp 2 monaten und hab eigentlich seit version 8.04 auf einem meiner rechner immer ubuntu laufen, doch so enttäuscht wurde ich noch nie von einem ubuntu, ich hoffe wirklich, dass sich da noch was löst, is eigentlich wirklich ne schande und versteh den vergleich zu apple vom autor aus null, apple würde niemals so eine oberfläche auf seinen kunden losschießen.

    (btw: wann kommt quickview für ubuntu!?!?!?!??! :))

  3. Was ihr euch nur alle so beschwert – freut euch doch mal über die Möglichkeiten, die es überhaupt bietet. Man kann ja auch immernoch weindow…äh weniger haben.😉

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