Ubuntu Natty Narwhal erschienen

Heute ist es soweit: Ubuntu 11.04 Natty Narwhal wird veröffentlicht. Ein viel diskutierter Release, dessen größte Änderung das Aussehen des Desktop sein dürfte.

Unity – Das Wunderkind von Canonical

Ubuntu verwendet ab dieser Version die Desktop-Shell Unity. Unity ist eine Eigenentwicklung der Firma Canonical. Unity wurde bereits in 2010 zuerst für Netbook und später auch für Desktop User als neue Desktop-Shell vorgestellt. Unity ist eine Desktop-Shell, die immer noch auf dem GNOME-Framework läuft. Unity wird standard sein, man kann aber auch wieder auf den „Classic“ GNOME-Desktop wechseln. Diese möglichkeit wird laut Mark Shuttleworth aber in der nächsten Version 11.10 nicht mehr möglich sein. Dort wird es wahrscheinlich nur noch Unity geben.
Unity soll innovativ, einzigartig und einfach zu benutzen sein und gleichzeitig gut aussehen.

Software-Center

Im Softwarecenter gibt es auch einige verbesserungen. Nun können Programme mit bis zu 5 Sternen bewertet werden, diese kann auch mit einem Feedback ergänzt werden. Weiterhin erkennt das Software-Center, welche Programme man im Moment am häufigsten benutzt und gibt anhand dieser Daten Software-Empfehlungen.

Panel

Das Panel beinhaltet ab jetzt auch die Steuerelemente der Programme. Menüs und die Buttons zum Schließen, Minimieren bzw. Maximieren befinden sich dort. Auch sind die Einstellungen für den Sound nun in die gleiche Box wie Banshee und die Lautstärkeregelung gerutscht. Auch die Systemeinstellungen werden nicht mehr über ein eigenes Menü irgendwo auf dem Panel gestartet, sondern befinden sich nun im Shutdown-Menü.

Download

32-bit: Normal BitTorrent
64-bit: Normal BitTorrent

Ubuntu 11.04

Unity soll innovativ, einzigartig, einfach zu benutzen sein und gut aussehen. Dem guten Aussehen muss ich zustimmen. Innovativ sieht es auch aus, auch wenn der Launcher mich ein wenig an Mac erinnert. Auch das Panel ist für mich einfach ein weiterer Mac OS abklatsch. Auch ist die einfache Benutzung für mich ein Dorn im Auge. Ich persönlich bevorzuge den GNOME-Desktop, da mein Workflow durch den Unity Launcher ein wenig eingeschränkt wird. Das suchen von Programmen, die ich nicht im Launcher habe nervt mich tierisch. Deshalb ziehe ich in Erwägung, zu Debian, bzw. zum Ubuntu GNOME Remix zu wechseln.

Trotzdem wünsche ich jedem viel Spaß mit Ubuntu 11.04 und Unity!

    • becha
    • 28. April 2011

    Vielleicht solltest du im Beitrag nicht unbedingt auf die DVD-Images verlinken, nicht jeder hat DSL 16000 oder mehr und unbegrenzt Downloadvolumen…

    • Pyromanic
    • 28. April 2011

    Die Shell stört mich auch. Schlimmer finde ich aber die mangelnde Anpassungsfähigkeit von Unity! Warum wird denn der CompizManager nicht mitgeliefert, obwohl er viele Einstellungsmöglichkeiten bietet?
    Ich weiß momentan noch nicht, was ich machen soll. Ein bisschen Zeit habe ich (Ubuntu 10.10 wird noch mit Updates versorgt), aber ich schaue mich auch schon nach Mint oder Debian um…

    • Ja genau! Die Konfigurierbarkeit ist auch ein manko. Allerdings wurde bei 10.10 oder 10.04 der Compiz-Einstellungsmanager auch nihct mitgeliefert. Aber eine Konfigurationsbox mit gerademal 2 Auswahlmöglichkeiten ist wirklich arm.

  1. debian

  2. Der Umstieg und die Eingewöhnungszeit zwischen GNOME 2x und Unity ging flott von statten. Im großen und Ganzen finde ich ist Unity gut gelungen, obwohl ich die übersichtlichen Programmzugriffe aus GNOME 2x ein wenig vermisse. Doch ich hoffe, dass das Manko in Zukunft behoben sein wird. Aber der Bildschirm wird besser ausgenutzt. Programmmenüs in der oberen Zeile z.B. halte ich für eine Gute Idee.
    Stetig ist nur die Veränderung

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